2.Rang – 3. Preis – Wolfgang Helmle Freier Architekt, Ellwangen

NEUBAU GEMEINDEHAUS MIT 4-GRUPPIGER KITA ZUM GUTEN HIRTEN STUTTGART-STAMMHEIM

Aus dem Preisgerichtsprotokoll:

Die Verfasser schlagen eine Bebauung an der nordöstlichen Grundstücksfläche vor. Durch eine Höhenstaffelung der Gebäudekörper werden die unterschiedlichen Funktionen von außen ablesbar. Der dreigeschossige Teil mit Jugendräumen und Kindertagesstätte bildet an der Ecke Erdmannhäuserund Herbertstraße einen städtebaulichen Schwerpunkt. Trotz dieser Dreigeschossigkeit bleibt der Neubau in seiner Erscheinung angenehm zurückhaltend gegenüber dem bestehenden Kirchengebäude.

Positiv fällt auf, dass es den Verfassern offensichtlich mühelos gelingt, das Erdgeschossniveau des Neubaus auf die Höhe des Kirchenraums zu bringen, was eine durchgängige Barrierefreiheit auf dieser Ebene zur Folge hat. Der Kirchvorplatz findet seine Fortsetzung im Vorplatz des Neubaus, der auch von der Herbertstraße erschlossen wird. Alle Nutzerinnen und Nutzer werden durch einen gemeinsame Eingang empfangen. Das großzügige Foyer erschließt alle Räume des Gemeindehauses und bietet eine direkte Verbindung zum Kirchenraum. Diese Anordnung ermöglicht unterschiedliche Veranstaltungsformate unter Gewährleistung von kurzen Wegen.

Die gewünschte Zusammenschaltbarkeit von Gemeindesaal, Gruppenraum und Mehrzweckraum ist äußerst gelungen.

Die Aufteilung der Kita-Gruppen Ü3 im EG und U3 im OG entspricht den Vorstellungen des Auslobers. Die Anordnung der Räume ist funktional. Trotz der Lage im Norden des Grundstücks erhalten alle Gruppenräume Tageslicht von Osten oder Westen. Die Beschränkung des Kita-Betriebs über zwei Geschosse erleichtert die täglichen Abläufe.

3. Preis – Wolfgang Helmle Freier Architekt, Ellwangen

NEUBAU GEMEINDEHAUS UND PFARRHAUS  St. Michael Kupferzell

Aus dem Preisgerichtsprotokoll:

Die Verfasser schlagen einen insgesamt ruhigen, in Höhe gestaffelten Baukörper vor. Dabei wird versucht, die Apsis und die gesamte Kirche zum Straßenraum hin frei zu stellen. Durch die Maßnahme entsteht zwischen den beiden Gebäuden der kath. Kirchengemeinde. ein kleiner Kirchplatz. Aus Sicht des Preisgerichtes wird der Ansatz einer Freistellung der Kirche nachvollziehbar, dieser wird jedoch in seiner Wirkung durch die zur Straße anderthalbgeschossige Gebäudekubatur konterkariert.

Denkmalpflegerisch erfüllt der Baukörper die Einfügung in Lage und Position zur Kirche. Auch die Höhenentwicklung mit zwei verschiedenen Gebäudehöhen ist denkmalfachlich verträglich.

Über den Kirchplatz und entlang des neuen Gemeindesaals findet der Besucher leicht zum Eingang des Neubaus, der über Eck organisiert in das innenliegende Foyer führt. Alle Versammlungsräume sowie das Pfarrbüro werden über das Foyer erschlossen. So schön der Saal mit seiner seitlichen Öffnung zur Kirche gesehen wird, so sehr wird die fehlenden Erweiterungsmöglichkeit durch einen der Gruppenräume gesehen.